RinascitaConsort ist eines der wenigen Ensembles, das sich der Musik für Violinconsort des 16. und frühen 17. Jahrhunderts verschrieben hat. Noch im Gründungsjahr 2008 konnte sich RinascitaConsort für erfolgreich den International Young Artists Presentation in Antwerpen qualifizieren und erhielt dort von einer internationalen Fachjury das Prädikat „highly recommanded“ .
Das Violinconsort verbreitet sich unmittelbar nach seiner Entstehung im 16 Jahrhundert von Italien aus in einem unvergleichlichen Siegeszug in ganz Europa. In den Stimmlagen Diskant, Alt, Tenor & Bass bietet dieses Ensemble viele faszinierende Möglichkeiten in seinem Repertoire. Ob höfische Tanzmusik, Alternativbesetzung in A-Capella-Ensembles oder für nun entstehende selbständige Instrumentalmusik mit den Gattungen Ricercare, Rondo, Canzone, Sinfonia oder auch Diminutionen beliebter Motetten & Madrigale – kein anderes Instrumentalensemble jener Zeit hat alle diese Optionen und auch die technischen & klanglichen Möglichkeiten wie die Instrumente der Violinfamilie. Ergänzt werden kann die Kernbesetzung von 4 bis 6 Violinen durch weitere InstrumentalistInnen & SängerInnen. Regelmäßig arbeitet RinascitaConsort mit der Sopranistin Anja Lifpert (Diskant des Calmusensembles), der Mezzosopranistin und Blockflötistin Christine Mothes sowie dem Lautenisten und Ziv Braha zusammen.
Die Herangehensweise von RinascitaConsort kann man als unglaublich kompromisslos bezeichnen. Gespielt wird aus Faksimiles der historischen Stimmbüchern, reiner Darmbesaitung bis hin zur tiefsten Saite & gerne im Bogenuntergriff - was gemessen an den Maßstäben die im heutigen digitalen Zeitalter durch Aufnahme-, Schneidetechnik und Hörgewohnheit gesetzt werden - geradezu todesmutig sein könnte . Die Ensemblemitglieder nehmen es mit Humor & Gelassenheit und das überzeugt auch Kritik & Publikum.
Der besondere Reiz übt der für heutige Ohren ungewöhnliche Klang der Instrumente, die nach Originalinstrumenten von Andrea Amati, Gasparo da Salo ( 16. Jhd) & Matteo Gofriller (17 Jhd.) gebaut wurden aus. Diese Instrumente, die noch in der Renaissancezeit entstehen unterscheiden sich in ihrem Klangbild sehr von den späteren Barockinstrumenten. Es ist uns ein Vergnügen, unser Publikum in die Klangwelt dieser spannenden Epoche zu führen. Die große Resonanz unseres Publikums ist dem Ensemble dabei ein wichtiger Impulsgeber.
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An dieser Stelle möchte das RinascitaConsort den Geigenbauern André Mehler (Leipzig), Sebastian Mende (Potsdam), Valentin Oelmüller (Potsdam), Friederike Dudda (Halle/Saale) sehr herzlich danken für den Austausch & das bereit stellen der wunderbaren Instrumente. Außerdem gilt unser Dank der Abteilung Alte Musik der Hochschule für Musik und Theater (Leipzig) und hier ganz besonders Professorin Susanne Scholz für die gelegentlichen Leihgaben eines Instrumentes aus dem Amaticonsort.
